Wickie und die starken Männer (2009)

Was kommt am Ende raus, wenn Michael “Bully” Herbig einen Wikingerfilm dreht? Nur alberner Klamauk, könnte man meinen. Doch diese Verfilmung der gleichnamigen Zeichentrickserie “Wickie und die starken Männer” (die wiederum auf den Romanen des schwedischen Schriftstellers Runer Jonsson basiert), ist gelungener, als zu erwarten war.

Wickie wächst in dem Wikingerdorf Flake auf, dessen Anführer sein starker Vater Halvar ist. Dieser ist enttäuscht darüber, dass sein einziger Sohn kein richtiger Wikinger zu werden scheint: Wickie hat zwar jede Menge toller Ideen, die er auch umzusetzen versteht, doch an dem, was viel wichtiger ist, nämlich Mut und Muskeln, fehlt es ihm – meint zumindest Halvar. Als eines Tages sämtliche Kinder des Dorfes von maskierten Feinden entführt werden, bietet die daraufhin eingeleitete Suche Wickie die Gelegenheit, sich die Anerkennung seines Vaters zu erwerben…

Die Geschichte ist nicht aus der Fernsehserie übernommen, allerdings auch nicht sonderlich originell – es zeigen sich deutliche Anklänge an die Monty-Python-Komödie “Erik der Wikinger” (die maskierten Bösen, das magische Horn auf der mysteriösen Insel…). Doch das verhindert ebenso wenig wie die manchmal sehr an Bayern erinnernde Landschaft Skandinaviens (gedreht wurde unter anderem am Walchensee) nicht, dass der Film vom Anfang bis zum Ende gut zu unterhalten weiß. Dazu trägt insbesondere die hervorragende schauspielerische Leistung der meisten Darsteller bei, allen voran Jonas Hämmerle als Wickie.

Wickie und die starken Männer – der Film

Zwar weiß inzwischen jedes Kind, dass Wikinger doch in Wirklichkeit gar keine Hörnerhelme hatten. Und auch die restliche Ausstattung des Films hat nichts mit authentischer Wikingerzeit zu tun. Doch finden sich für Kenner zuweilen witzige Details: So ist in dem Turm, in dem die finale Auseinandersetzung stattfindet, kurz eine dort verbaute Darstellung des Gottes Thor zu sehen -basierend auf dem bekannten Fund einer solchen Figur auf Island.

Alles in allem also ein Film, in den man unbedenklich die ganze Familie mitnehmen kann und an dem alle ihren Spaß haben werden.

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