Spektakuläre Funde in Schottland und Norwegen

Britische und norwegische Medien berichten heute von neuen, spektakulären Fundstücken aus der Wikingerzeit sowohl in Schottland als auch im südwestlichen Norwegen.

Bereits im September hat laut der BBC ein Hobbyschatzsucher im schottischen Dumfriesshire einen Hort entdeckt, der wohl im späten 9. oder im 10. Jahrhundert vergraben worden war. Die mehr als 100 goldenen und silbernen Gegenstände, darunter zahlreiche Armbänder und Fibeln, stammen aus Irland, Skandinavien und Mitteleuropa. Die spektakulärsten Stücke aus dem Hort sind ein prächtiges, silbernes Kreuz mit Emailleeinlagen sowie ein silberner Kessel mit Deckel aus dem Frankenreich – möglicherweise der größte je gefundene. Der Gesamtwert des Wikingerschatzes soll im sechsstelligen Bereich liegen.

Dem norwegischen staatlichen Rundfunk (NRK) zufolge haben zudem Amateure an diesem Wochenende in Südwestnorwegen mit Hilfe von Metalldetektoren insgesamt mehr als 50 Einzelstücke gefunden. Als besonders interessant beurteilen Archäologen einen runden Beschlag, der wohl einen Reitsattel schmückte und aus dem England oder Irland des 10. Jahrhunderts stammen dürfte. Zu den weiteren Funden zählen unter anderem ein Gewicht (ebenfalls aus der Wikingerzeit), zwei Fibeln aus der Zeit um 500 n. Chr. sowie ein Bleiamulett mit Runeninschrift, das auf etwa 1100 datiert wird. Alle Funde wurden in der Nähe des Hafrsfjord gemacht, wo im Jahr 872 die entscheidende Seeschlacht stattgefunden haben soll, in deren Folge Harald Schönhaar als König die Herrschaft über einen großen Teil des heutigen Norwegens erlangte.

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