Völsa þáttr – Die Geschichte vom Völsi

Aus dem Altnordischen übersetzt von Reinhard Hennig

Die folgende, ziemlich frivole Geschichte ist Teil einer Saga über den norwegischen König Olaf der Heilige, die im mittelalterlichen Island überliefert wurde. Die von mir selbst angefertigte Übersetzung die erste und bislang einzige dieses äußerst amüsanten und interessanten Textes.

Der König bekehrt unwissende Leute im Norden

König Olaf [1] erfuhr da wiederum, daß das Land weit umher noch wenig christiansiert war. Er trachtete aber sehr danach, das Volk in seinem gesamten Reich, sowohl auf Inseln als auch auf Landspitzen, zum katholischen Glauben zu bekehren. Laut dem, was in einem alten Gedicht ausgesagt wird, lebten ein Bauer und seine etwas ältere Frau auf einer Landspitze im Norden Norwegens. Dort gab es, ein Stück weit von den dichter besiedelten Gebieten und dem dem Hauptweg entfernt, einen guten Hafen für Langschiffe. Der Bauer und seine Frau hatten zwei Kinder: Einen Sohn und eine Tochter, so wie es am Beginn des Gedichtes, der wie folgt lautet, ausgesagt wird:

Ein Mann hat mit einer älteren Frau
auf irgendeiner Landspitze gelebt.
Der Mann hatte einen Sohn mit der Göttin des Goldes (der Frau),
und eine sehr verständige Tochter.

Es gab dort auch einen Knecht und eine Magd. Der Bauer war ein kluger Mann und kümmerte sich wenig um fremde Angelegenheiten. Die Alte aber war sehr herrschsüchtig und bestimmte über alle täglichen Angelegenheiten des Haushalts. Der Sohn des Bauern war vergnügt, fröhlich, ausgelassen und frech. Die Tochter des Bauern war älter, von schneller Auffassungsgabe und von kluger Art, obwohl sie nicht in der Nähe vieler Menschen aufgewachsen war. Der Bauer hatte einen großen Jagdhund, der Lerir [2] hieß. Sie hatten keinerlei Kenntnis vom heiligen Glauben. Gegen Ende eines Herbstes geschah es, daß das Zugpferd des Mannes starb. Das war sehr fett, und da heidnische Menschen Pferdefleisch als Nahrung verwendeten, wurde das Pferd zubereitet und verzehrt. Zu Beginn, als das Fell abgezogen wurde, schnitt der Knecht dem Pferd nur den Körperteil ab, den diese Art von Tieren gemäß ihrer Beschaffenheit zur Fortpflanzung benutzt, so wie andere Tiere, die sich untereinander vermehren. Wie die alten Dichter zeigen, heißt dieses Teil bei Pferden Vingul [3]. Als der Knecht diesen abgeschnitten hatte und ihn neben sich auf den Boden werfen wollte, lief der Sohn des Bauern lachend hinzu, ergriff das Teil und ging damit in die Stube hinein. Dort waren seine Mutter, deren Tochter und die Magd. Er schüttelte den Vingul unter vielen Spöttereien in ihre Richtung und sprach eine Strophe:

Hier könnt ihr den ziemlich tapferen Vingul
vom Vater des Pferdes abgeschnitten sehen.
Für dich, Magd, ist dieser Völsi [4]
ganz lebendig zwischen den Schenkeln.

Die Magd brach in schallendes Gelächter aus, aber die Tochter des Bauern forderte ihn auf, dieses widerliche Ding hinauszutragen. Die Alte stand auf, ging auf die andere Seite, nahm es ihm ab, und sagte, daß sie weder dieses noch anderes ungenutzt lassen würden, das noch zu etwas gut sein könne. Sie ging nach vorne und trocknete den Vingul so sorgfältig wie möglich, wickelte ihn in ein Leintuch und legte Lauch und andere Kräuter dazu, so daß er nicht verrotten konnte, und legte ihn in ihre Truhe. Der Herbst verging nun auf die Art, daß die Alte ihn jeden Abend unter irgendeinem Spruch zu seiner Verehrung hochhob. Es kam so weit, daß sie ihm ihren gesamten Glauben zuwendete, ihn für ihren Gott hielt und ihren Mann, die Kinder und das ganze Hausvolk mit in diesen Irrglauben hineinzog. Durch die Kraft des Teufels wuchs er und wurde gestärkt, so daß er bei der Frau steif werden konnte, wenn sie es wollte. Nachdem dies geschehen war, begann die Alte den Brauch, daß sie ihn jeden Abend in die Stube trug und über ihm eine Strophe sprach. Als erstes gab sie ihn dann dem Bauern und danach jedem der anderen, bis er am Schluß zur Magd kam, und jeder sollte über ihn eine Strophe sprechen. Es ergab sich aus den Äußerungen eines jeden, wie er darüber dachte.

 

 König Olaf trifft die Leute auf der Landspitze

Eines Tages, bevor König Olaf vor König Knut aus dem Land fliehen mußte, geschah es, daß er mit seinen Schiffen nach Norden am Land entlang fuhr. Er hatte von dieser Landspitze und dem Unglauben, der dort herrschte, erfahren. Da er dort wie andernorts das Volk zum rechten Glauben bekehren wollte, sagte er seinen Lotsen, daß sie die Wegrichtung ändern und in den Hafen unterhalb der zuvor erwähnten Landspitze fahren sollten, da der Wind günstig stand. Sie kamen spät am Abend in diesen Hafen und der König ließ Zelte auf den Schiffen errichten. Er sagte seinen Leuten, daß sie die Nacht über auf den Schiffen bleiben sollten, während er zu dem Hof gehen wollte. Er bat Finn Arnason und Thormod Kolbrunarskald mit ihm ihm zu kommen. Sie nahmen sich alle graue Kapuzenmäntel und zogen sie über ihre Kleidung, und so gingen sie in der Abenddämmerung zu dem Hof. Sie begaben sich in die Stube und setzen sich auf die äußere Bank. Sie setzten sich so, daß Finn am weitesten drinnen saß, in der Mitte Thormod und ganz außen der König. Dort warteten sie, bis es dunkel geworden war, ohne daß ein Mensch hereingekommen wäre. Dann brachte eine Frau Licht herein, und das war die Tochter des Bauern. Sie grüßte die Männer und fragte nach ihren Namen, aber sie nannten sich alle Grim. Daraufhin zündete sie in der Stube Licht an. Sie schaute immmerzu auf die Gäste und blickte am längsten auf den, der am weitesten draußen saß. Als sie gerade nach vorne gehen wollte, kam ihre eine Strophe in den Mund und sie sprach das Folgende:

Ich sehe Goldringe an den Gästen und kostbare Mäntel.
Mir gefallen die Ringe.
Lieber will ich Kostbarkeiten, als zu lügen;
ich erkenne dich, mein König; du bist gekommen, Olaf.

Darauf antwortete der Neuankömmling, der am weitesten draußen saß: “Schweige still darüber, denn du bist eine kluge Frau.” Sie wechselten keine weiteren Worte. Die Tochter des Bauern ging nach vorne, und wenig später kamen der Bauer, sein Sohn und der Knecht herein. Der Bauer setzte sich in den Hochsitz, der Sohn neben ihn und der Knecht ein Stück weit von ihm entfernt. Sie amüsierten sich über das Schweigen der Gäste. Dann wurde die Mahlzeit vorbereitet, Tische aufgestellt und das Essen darauf gestellt. Die Tochter des Bauern setzte sich zu ihrem Bruder und die Magd zu dem Knecht. Die Grime saßen alle noch immer wie zuvor erzählt wurde. Als letztes kam die Alte herein. Sie trug Völsi in den Armen und ging vor den Hochsitz des Bauern. Es ist nicht bekannt, daß sie die Gäste gegrüßt hätte. Sie wickelte Völsi aus den Tüchern, legte ihn dem Bauern auf den Schoß und sprach diese Strophe:

Vergrößert bist du, Völsi, und hochgehoben,
mit Leinen gestärkt, mit Lauch gestützt.
Nehme Maurnir [5] dieses Opfer an.
Aber du selbst, Bauer, nimm Völsi zu dir.

Der Bauer zeigte sich wenig interessiert, sprach aber dennoch eine Strophe:

Es würde nicht, wenn ich darüber bestimmte,
dieses Opfer heute Abend herumgetragen werden.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Sohn des Bauern, schau du auf Völsi.

Der Sohn des Bauern griff nach ihm, hob ihn hoch, hielt ihn in Richtung seiner Schwester und sprach diese Strophe:

Tragt den Stößel zu den Brautjungfern.
Sie sollen den Vingul heute Abend naß machen.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Tochter des Bauern, nimm Völsi zu dir.

Sie wollte eher wenig damit zu tun haben, aber mußte doch dem Brauch des Haushalts folgen. Sie faßte ihn ziemlich vorsichtig an und sprach diese Strophe:

Das schwöre ich bei Gefion und bei allen anderen Göttern,
daß ich gezwungenermaßen den roten Schwanz [6] anfasse.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber Knecht des Hauses, ergreife du Völsi.

Der Knecht nahm ihn und sprach:

Ein ganzer, dicker, großer Laib Brot wäre mir an Werktagen viel lieber als dieser Völsi.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Magd des Hauses,
drück du Völsi an dich.

Die Magd nahm ihn sehr liebevoll entgegen, zog ihn zu sich, streichelte ihn und sprach diese Strophe:

Sicherlich könnte ich mich nicht davon zurückhalten,
ihn in mich zu stecken, wenn wir alleine in Wollust da lägen.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Grim, unser Gast, ergreif du Völsi.

Finn nahm ihn und hielt ihn fest. Dann sprach er diese Strophe:

Ich bin oft mit dem Schiff vor Landspitzen gelegen
und habe mit flinken Händen das Segel hochgezogen.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Grim, mein Gefährte, ergreif du Völsi.

Dann gab er ihn Thormod. Er nahm ihn an und betrachtete sich sehr sorgfältig, wie Völsi beschaffen war. Dann lächelte er und sprach diese Strophe:

Ich sah nie zuvor, obwohl ich weit gefahren bin,
wie ein Pimmel mit zurückgezogener Vorhaut an den Bänken herumgereicht wurde.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Hauptgrim, nimm du Völsi.

Der König nahm ihn an und sprach diese Strophe:

Ich bin der Steuermann gewesen ,
ganz vorne und Anführer aller Menschen.
Nehme Maurnir dieses Opfer an.
Aber du, Hund des Hauses, kümmere dich um das Ungetüm.

Dann warf er ihn auf den Fußboden hinunter und sofort schnappte der Hund danach. Als die Alte das sah, bebte sie am ganzen Leib. Es ging ihr sehr nahe, und sie sprach diese Strophe:

Was ist das für ein mir unbekannter Mann,
der dem Hund das heilige Opfer gibt?
Man hebe mich über den Türstock und auf den Türbalken,
damit ich weiß, ob ich das heilige Opfer retten kann.
Leg es nieder, Lerir, aber laß es mich nicht sehen,
und verschling es nicht, du feige, elende Hündin.

Dann warf der König seine Verkleidung ab und wurde daraufhin erkannt. Er verkündete ihnen dann den christlichen Glauben. Die Alte war dem Glauben gegenüber widerstrebend, aber der Bauer ihm etwas schneller zugeneigt. Aber durch Gottes Kraft und Olafs Eifer geschah es am Schluß so, daß alle den Glauben annahmen und von dem Kaplan aus dem Gefolge des Königs getauft wurden. Sie blieben dem Glauben treu, nachdem sie gelernt hatten, an wen sie glauben sollten und ihren Schöpfer erkannten. Sie sahen nun ein, wie schlimm und unmenschlich und ungleich allen anderen guten Menschen sie gelebt hatten. An solchen Dingen kann man sehen, daß König Olaf sehr darum bemüht war, alle Unsitte, Heidentum und Hexerei zu vernichten und auszulöschen, genauso in den entlegensten Wäldern des norwegischen Reiches wie in den Gebieten im Hauptteil des Landes. Er strebte am meisten danach, so viele wie möglich zum rechten Glauben zu bewegen. Es ist jetzt auch offensichtlich geworden, daß er dies und alles andere so getan hat, daß es Gott gefallen hat.

 

[1] Olaf Haraldsson der Heilige, König von Norwegen 1016-1028. Er mußte 1028 vor dem Dänenkönig Knut nach Rußland fliehen und fiel 1030 in der Schlacht von Stiklastaðir, als er versuchte, sein Reich zurückzugewinnen. Schon bald nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt.
 
[2] Heizmann sieht in Lærir einen sprechenden Namen, den er von aisl. læra “Schenkel” ableitet.
 
[3] Laut DeVries bedeutet nisl. vingull “gedrehtes Tau”; als Bezeichnung für einen Pferdepenis ist es aber nur hier belegt.
 
[4] Laut DeVries bedeutet völsi eigentlich “Walze” und ist etymologisch mit völr “runder Stab” verwandt. In der Völsunga saga heißt der Sohn König Rerirs, der durch einen von Odin gesandten Apfel gezeugt wurde, Völsungr. Nach ihm ist das Geschlecht der Völsungen benannt. Ob ein Zusammenhang zu Völsi besteht, ist ungeklärt.
 
[5] Maurnir wird meist als mörnir gelesen, obwohl au in der Flateyjarbók immer für den Diphthong au, nicht für ö oder o steht. Fem. sg. mörn bezeichnet eine Riesin, mörnir wäre also mit Riesenfrauen zu übersetzen. Mörnir als mask.sg. ist aber auch ein Schwertname, der hier dann wohl im Sinne von “Phallus” verwendet wäre.
 
[6] Die Etymologie des hier verwendeten Wortes nosi ist unklar; Heizmann gibt als Bedeutung “Rüssel” an.
 
[7] Arme der Berge: Flüsse; Bett der Flüsse: Gold; Forderer des Goldes: Krieger.

 

 

Überlieferung und Forschungsmeinung

Der Völsa þáttr ist in der Flateyjarbók (Sammelhandschrift, entstanden auf Island, ca. 1387-95) als Teil der Saga von Olaf dem Heiligen enthalten.

Die Strophen sind überwiegend im Versmaß fornyrðislag verfaßt, in dem auch zahlreiche Eddalieder gedichtet sind.

Einen Überblick über die Forschung zum Völsa þáttr bietet Wilhelm Heizmann in seinem Artikel “Völsi” im Reallexikon der germanischen Altertumskunde (2. Auflage). Heizmann sieht als mögliche Belege für Spuren eines in die heidnische Zeit zurückreichenden privaten Kultes u.a. die Runeninschriften von Fløksand und Gjersvik, in denen ebenfalls die Wörter “Lein” und “Lauch” in Kombination auftreten.

Gro Steinsland und Kari Vogt zufolge herrscht in der Forschung Einigkeit darüber, daß der Kern des Völsa þáttr, nämlich die rituelle Handlung und die refrainartig wiederholte Formel “nehme Maurnir dieses Opfer an”, alte Fruchtbarkeitsriten spiegelt, während die Erzählung selbst in ihrer überlieferten Form erst spät entstanden ist. Der þáttr sei eine “einzigartige Dokumentation eines Privatkultes”. Steinsland und Vogt weisen auf die Einteilung der handelnden Personen in drei Gruppen hin: Frau des Bauern, Tochter, Magd; Bauer, Sohn, Knecht; die drei Gäste. Als Hintergrund der Szene, in der der Pferdepenis von den Männern abgeschnitten wird und die Frauen sich alle im Haus befinden, vermuten sie eine Kulthandlung. Das Pferd sei nicht zufällig gestorben, sondern von den Männern rituell getötet worden. Die passive Rolle der Männer im Gegensatz zur aktiven der Frauen beim Herumreichen des Völsi sei keine Erfindung des Schreibers, sondern gehöre zur alten Tradition. Da Grim (“der Maskierte”) ein Odinsname ist, sehen Steinsland und Vogt im Völsa þáttr sogar ein Zeugnis für “den alten Gegensatz zwischen Fruchtbarkeitskult und Odinskult” , wie er sich auch im Mythos vom Krieg zwischen Vanen und Asen spiegele. “Die Absicht des Schreibers ist es, eine Konfrontation zwischen der neuen Religion und der alten, Christentum und Heidentum, darzustellen. Als Mittel dazu benutzt er einen alten, nordischen Kultgegensatz, nämlich den zwischen Fruchtbarkeitsreligion und Odinsreligion.”

Steinsland und Vogt halten mörnir für fem.pl. “Riesenfrauen”, das Wort bezeichne ein weibliches Kollektiv, dem der Völsi zur Durchführung einer heiligen Hochzeit übergeben werde. Darauf deute auch der Ausdruck “Brautjungfern” in der vom Sohn gesprochenen Strophe hin. Da fem.sg. mörn als Bezeichnung für die Riesin Skadi verwendet werde, könne der Völsa þáttr einen Zusammenhang mit einem Skadikult haben.

Die von der Tochter angerufene Göttin Gefjon stehe in der Überlieferung stehts auf Odins Seite; somit sei ihre Nennung hier als Vertreterin eines anderen als des gerade praktizierten Kultes nur logisch.

Da Völsi sich von völr “Stab” ableite, sei er möglicherweise das “kultische Gegenstück” zu den meist von Seherinnen vewendeten Stäben; auch die letzte von der Frau gesprochene Strophe weise auf eine mögliche Rolle als Seherin hin.

Britt-Mari Näsström schließt sich im wesentlichen Steinsland und Vogt an. Sie meint, der Völsa þáttr füge sich ebenso wie die in Heimskringla erzählte Geschichte von den Pferdeopfern in Hlaðir in “das Muster, das sich in den uralten indoeuropäischen Opferbräuchen zeigt” . Nicht die Prosa, wohl aber das Gedicht habe seinen Ursprung in der “vorchristlichen Vorstellungswelt” . Das Hochheben der Frau über den Türstock sei ein “übersinnliches Schauen”, das mit dem der Sklavin in Ibn Fadlans Reisebericht und der Schilderung der Njáls saga rund um die Darraðarljóð (aus der Njáls saga) übereinstimme. Auch die Kombination von lin ok lauk deute auf eine alte Ritualformel. Näsström sieht als Hintergrund des Völsa þáttr “ein rituelles Pferdeopfer, das zu einem bestimmten Zeitpunkt im Herbst geschah”. Sie hält es für möglich, daß es sich um ein Opfer für Freyr bzw. die Alben und somit um einen Fruchtbarkeitsritus handelt. “Der Gott wird durch das Opfer repräsentiert und es wird eine erotische Beziehung zwischen diesem und den Opferteilnehmern angedeutet”. Ebenso wie um ein Opfer handele es sich um einen hieros gamos (heilige Hochzeit) zwischen dem Gott und den anwesenden Frauen, weshalb die Männer eher weniger interessiert seien.

 Wilhelm Heizmann: Artikel “Völsi”, in Reallexikon der germanischen Altertumskunde (2.Auflage), Bd.32, Berlin/New York 2006, 538-542
 
 Gro Steinsland / Kari Vogt: Aukinn ertu Uolse ok vpp vm tekinn, Arkiv för Nordisk Filologi 1981, 87-105
 
 Britt-Mari Näsström: Blot. Tro och offer i det förkristna Norden, Oslo 2001, 147
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