Prinz Eisenherz (Prince Valiant, 1997)

Regisseur Anthony Hickox drehte dieses humorvolle Fantasyabenteuer 1997 nach Vorlage der beliebten Comics von Harold R. Foster. Bei Szenenwechseln werden deshalb auch häufig Zeichentrickelemente verwendet.

Prinz Eisenherz – der Film

Eisenherz, der in einem Kloster aufwuchs und seine Eltern nie kennenlernte, dient dem Ritter Gawain als Knappe am Hof des legendären König Artus. Während eines Turniers stehlen Wikinger unter Führung des grausamen Thagnar (Thomas Kretschmann) das Schwert Excalibur, das dem, der es besitzt, die Macht über die gesamte Welt verschafft. Thagnar bringt es seinem Bruder Sligon (Udo Kier), der mit Hilfe der Hexe Morgan Le Fey (Joanna Lumley) über Thule, das Land der Wikinger, herrscht. Doch das Schwert fährt in den Steinboden und nur ein gebürtiger König kann es wieder herausziehen. Morgan glaubt, in ihrem magischen Spiegel Sir Gawain als den Auserwählten zu erkennen, doch es handelt sich in Wirklichkeit um Eisenherz, der in dessen Rüstung die schöne schöne Prinzessin Ilene (Katherine Heigl) zur Burg ihres Vaters geleitet. Die Wikinger entführen daraufhin Sir Gawain und bei einem Rettungsversuch durch Eisenherz und Ilene auch die Prinzessin. Der niedergeschlagene Eisenherz trifft in einem Wirtshaus einen mysteriösen Mann, der ihm zur Überfahrt nach Thule verhilft. Dort stellt sich heraus, daß Eisenherz in Wirklichkeit der rechtmäßige Erbe des Thrones der Wikinger ist, dessen Sippe aber von Sligon vernichtet wurde – nur er wurde gerettet und nach England gebracht. Mit Hilfe seines kurz vorher engagierten Knappen (Warwick Davis) dringt Eisenherz in die Burg ein, um die Prinzessin zu befreien. Sir Gawain wurde bereits von Thagnar getötet, der nun auch seinen Bruder beseitigt, um selbst König zu sein. In einem finalen Kampf besiegt Eisenherz seine Feinde und rettet sowohl Ilene als auch das Schwert Excalibur, welches er König Artus zurückbringt.

Natürlich ist dieser Film im historischen Kontext gesehen völliger Blödsinn – schon alleine, Wikinger und König Artus in der selben Zeit anzusiedeln, ist absurd – aber gerade das macht ihn für Geschichtskenner so lustig. Denn da der Film sich selbst nicht ernst nimmt, kann er auch alle gängigen Fantasy- und Ritterfilmklischees einbringen, die ansonsten negativ auffallen. So sind die Wikinger (teilweise mit Hörnerhelm) natürlich richtig böse, die Prinzessin unglaublich schön und Eisenherz geradezu zum Helden geboren. Dennoch wirkt das ganze keineswegs albern, sondern ist wirklich gut verfilmt. Lediglich die Szene, in der in der Burg gelagerte Feuerwerkskörper explodieren, hätte man sich sparen können. Endlich einmal ein einigermaßen empfehlenswertes Werk!

Diese Seite teilen über: facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail
This entry was posted in Filme. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>